AKH Wien setzt bei Dermatologie auf VivaScope Technologie
Erstmals in Österreich kommt das digitale Verfahren am Wiener AKH zur Anwendung, wo ein VivaScope 2500 Mitte Oktober in Betrieb genommen wurde. „Wir unterstützen die Einrichtung bereits im Bereich der Dermatologie. Das VivaScope Gerät wird hier mitunter verwendet, um Schnittrandkontrollen noch während der OP durchzuführen“, erklärt der Anwendungsspezialist. „Oft wird die kritische Hautstelle beziehungsweise der Tumorrand mit einem zu großen Sicherheitsradius entfernt, um auf Nummer sicher zu gehen“, erläutert Dr. Banchi weiter. Mit dieser Technologie soll dies nun vermieden werden: „Weil die Schnittrandkontrolle schon während der OP erfolgt, kann der Arzt entsprechend handeln und gegebenenfalls mehr Gewebe entnehmen. Die betroffene Stelle kann danach sofort verschlossen werden. Der Patient muss nicht nochmal operiert werden und gesundes Gewebe wird verschont“, so der Experte weiter. Produziert werden diese innovativen Mikroskope des Münchner Unternehmens VivaScope teilweise in Österreich. Neben einem Produktionsstandort in den USA stellt auch die Firma Wild in Völkermarkt (Kärnten) Komponenten für VivaScope her.
Devise: Personal entlasten, Kosten einsparen
Erste Zahlen belegen außerdem, dass sich die Kosten bei Verwendung der VivaScope Technologie halbieren lassen, während sich die Behandlungsanzahl von Patienten im gleichen Zeitraum erhöht. Zum einen lassen sich damit die Hospitalisierungstage von Patienten verkürzen, was insbesondere vor dem Hintergrund des Personalmangels auch in der Pflege von Bedeutung sei. „Zum anderen kann die Behandlung mit VivaScope Geräten zum Teil auch von Assistenzärzten durchgeführt werden kann, sodass Chefärztinnen und -ärzte ihre Ressourcen effizienter einsetzen können“, betont Dr. Banchi. In Zeiten des akuten Personalmangels in der Medizin und Pflege könne man somit aktiv dazu beitragen, Prozesse der Krebserkennung zu beschleunigen und den langwierigen Weg zur Diagnose von Betroffenen so schonend wie möglich zu gestalten